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Liebe Besucher, Der Zutritt zum Gestüt Lipica ist Personen gestattet, die die Bedingungen des PCT* erfüllen. Vielen Dank für Ihr Verständnis, Team des Gestüts Lipica *PCT-Bedingung: P – genesen, C – geimpft, T – getestet
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Eine Kutschfahrt ist nach vorheriger Reservierung möglich *
10.00
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Bauerbe

Das Bauerbe umfasst Gebäude, einschließlich zugehöriger Leitungen, Dekorationen, Ausrüstung und Grundstücke, anderer errichteter Strukturen, Siedlungen sowie deren Teile und räumliche Anordnungen.

Der historische  Kern von Lipica erhielt in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts das Bild eines vollständigen Ganzen. Neben dem Schloss und Velbanca gehörten noch der „Getreidespeicher“ (heute die Hochzeitshalle) und kleinere Wohnobjekte dazu, so erbaut, dass in der Mitte ein Hof entstand. Die einzigartige Anlage der Gebäudekomplexe geht aus dem Bedürfnis nach ziemlich großen Höfen für Reiten und Pferdeschulung hervor.

Auf der Südseite wurde der Hof mit dem Triumphbogen gesperrt. Durch ihn führte der Hauptzugangsweg, der im Eingangsportal von Velbanca endete. Der herrliche Wölbstall ist schon seit seinem Aufbau für Lipizzanerzuchthengste bestimmt, und ist auch, was die Architektur angeht, das wertvollste Gebäude im alten Ortskern. Velbanca nimmt hier den Platz ein, der normalerweise von der Kirche in der Siedlung besetzt wird. Sogar das Renaissance-Schloss, das bei seinem Besuch in Lipica als Residenz des Kaisers diente, spielt bei der Organisation der Siedlung eine weniger dominierende Rolle. Velbanca wurde 1703 an der Stelle eines älteren Gebäudes erbaut, das auch für Pferde bestimmt war. Weiter südlich wurde eine Kapelle und ein Kaplan-Wohnhaus an der Stelle des heutigen Gasthauses hinzugefügt. Die Kapelle ist dem heiligen Antonius von Padua, Schutzpatron der Pferde, gewidmet.

Nach 1815, nach dem Abzug der Franzosen, begann in Lipica ein umfangreicher Neubau. Bereits im Jahr 1819 wurde der Stall im Süden, in Richtung Triest, erbaut. Einige Jahrzehnte später wurden die alten Ställe an der Stelle der heutigen Ställe „na borjači“ abgerissen. 1852 wurde an dieser Stelle mit dem Bau neuer Ställe und einer überdachten Reithalle begonnen.

Mitte des 19. Jahrhunderts, zeitgleich mit dem Bau einer neuen Eisenbahn- und Straßenverbindung zwischen Wien und Triest durch Sežana, wurde eine dritte nördliche Verbindung mit Lipica errichtet. Diese endet in Richtung Lokev, wo sie unterbrochen wurde. Der Bau von Ställen „na borjači“ unterbricht die logische Fortsetzung der Lokev-Route in Richtung Velbanca.  Damit wird auch der Schwerpunkt des Gestüts vom alten Kern in Richtung Lokev verlegt. Dies wird durch die weitere Expansion bestätigt, die Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Bau des Jubiläumsstalls (1898-1899) folgte. Das Gebäude wurde zum 50. Jahrestag der Regierungszeit von Kaiser Franz Joseph erbaut.

In den  70-er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden hinter dem Stall „Obrihtunga“ noch die große überdachte Reithalle und die kleine Reithalle mit Ställen gebaut. Zu den Objekten, die der Zucht und Arbeit mit den Lipizzanern dienen, zählen neben Ställen und Reithallen auch offene Manegen und der gesamte Raum, der für die Organisation von Reitveranstaltungen benötigt wird. Im Jahr 1977 wurde etwas abgelegen in südwestlicher Richtung noch das Hippodrom errichtet, mit dem direkten Zugang aus der Richtung Sežana. Es wurde zur Zeit des bevorstehenden 400-jährigen Jubiläums des Gestüts erbaut. Bei dieser Gelegenheit wurde auch das Hotel Klub gebaut.

 

Anlässlich des oben genannten Hochjubiläums wurde in Lipica ein einmonatiger internationaler Bildhauerworkshop organisiert, dessen Ergebnis eine Parkplastik im Karststein ist. Später, zum 425-jährigen Jubiläum des Gestüts Lipica wurde der zweite internationale Bildhauerworkshop organisiert.

Eine neue Anschaffung des Gestüts Lipica ist die Sammlung der Kunstwerke des Malers Avgust Černigoj. Der Maler, der die letzten Jahre seines Lebens im Hotel Maestoso in Lipica verbracht hatte, hat dem Gestüt Lipica als Dank die reichhaltige Sammlung seiner Werke geschenkt. Das Gestüt Lipica verpflichtete sich, eine besondere Galerie mit der Sammlung der Kunstwerke von Černigoj einzurichten, die 1988 von der Gruppe „Novi Kolektivizem“ (Neuer Kollektivismus) ausgestellt wurde.

 

 

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